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Leistung

 

Porträt LeistungenUnsere Schwerpunkte

Die Schwerpunkte der Kanzlei liegen im klassischen zivilrechtlichen Bereich des alltäglichen Lebens: Im Verkehrsrecht , im Familienrecht, im Vertragsrecht, im Arbeitsrecht. Weitere Tätigkeitsfelder sind das Steuerrecht sowie das Sozialrecht. Für türkische Mandanten bieten wir als weiteren Service die Anerkennung deutscher Scheidungsbeschlüsse in der Türkei durch niedergelassene türksiche Rechtsanwälte an. Bei Rentenanträgen sowie beim Kauf und Verkauf von Immobilien in der Türkei bieten wir einen besonderen Service vorort durch einen hierauf spezialisierten türkischen Kollegen an.

Sicherlich ist der Gang zum Rechtsanwalt für Sie nichts Alltägliches. Unsicherheiten und viele Fragen stellen sich Ihnen. Vielleicht werden Sie von Scham oder Scheu zurückgehalten. Egal, welche Motive Sie daran hindern wollen einen Rechtsanwalt für Ihre Angelegenheit aufzusuchen, es gibt gute und überzeugende Gründe, um den Gang zum Rechtsanwalt zu wagen.

Ob privat oder geschäftlich. Recht und Gesetze sind kompliziert und der rechtliche Laie gelangt schnell an seine Grenzen. Eine umfassende und kompetente Beratung kann Ihnen nur ein Rechtsanwalt bieten. Rechtsanwälte haben eine langjährige Ausbildung mit sehr hohen Anforderungen hinter sich gebracht. Nur so wird gewährleistet, dass Rechtsanwälte über die notwendigen Kenntnisse zur umfassenden Beratung verfügen. Weiterhin sind Rechtsanwälte gesetzlich verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Jeder Anwalt wird darüber hinaus von der Rechtsanwaltskammer zugelassen und streng kontrolliert. Schwarze Schafe oder Betrüger haben im Anwaltsberuf somit keine Chance. Ein Rechtsanwalt kann Sie vor bösen Überraschungen bewahren. Er ist zur Durchsetzung Ihrer Interessen verpflichtet und vertritt Sie, damit Sie in rechtlichen Angelegenheiten nicht benachteiligt werden.

Ein Rechtsanwalt kann Ihnen helfen, Streit zu vermeiden.

Der Gang vor Gericht ist grundsätzlich die letzte Option. Suchen Sie rechtzeitig einen Rechtsanwalt auf, so kann dieser nach Optionen suchen, wie Sie möglicherweise Ihr Recht ohne gerichtliches Verfahren durchsetzen können und so unnötigen finanziellen und zeitlichen Aufwand sowie Stress vermeiden. Dies gilt vor allem dann, wenn Ihnen eine Frist gesetzt wurde.

Sie und Ihr Rechtsanwalt bilden ein Team. Informieren Sie ihn ehrlich und vollständig über alles, was Ihre Angelegenheit betrifft. Der Rechtsanwalt ist zur Verschwiegenheit – auch gegenüber Gerichten und Behörden – verpflichtet und behandelt Ihre Angelegenheit absolut vertraulich. Ausschließlich der Rechtsanwalt, dem Sie Mandat erteilt haben, hat Kenntnis Ihrer Angelegenheit sowie Zugriff auf Ihre Informationen.

Im Gegensatz zu Bankberatern oder Versicherungsvertretern ist der Rechtsanwalt unabhängig, d.h. er ist nur seinem Mandanten und nicht einem Unternehmen verpflichtet. Nur der eigene Mandant kann dem Rechtsanwalt sagen, was er zu tun oder zu unterlassen hat.

Der Rechtsanwalt ist zur Loyalität Ihnen gegenüber verpflichtet. Er hat ausschließlich Ihre Interessen zu vertreten und muss Aufträge, die im Konflikt zu Ihrer Angelegenheit stehen, ablehnen.

Zögern Sie nicht zu lange. Je länger Sie warten, desto schwerer kann es für Ihren Rechtsanwalt werden, etwas für Sie zu tun.

 

Höhe der Vergütung

Die Bestimmung der Vergütung (Gebühren und Auslagen) ergibt sich aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und erfolgt entweder aufgrund § 2 Abs. 2 RVG über das Vergütungsverzeichnis oder aber aufgrund einer Vergütungsvereinbarung.

Erstberatung

Im Rahmen der sogenannten Erstberatung schildert der Mandant sein Anliegen und es erfolgt ein erstes Gespräch über die allgemeine Rechtslage. Handelt es sich bei dem Mandanten um einen Verbraucher, so darf die Vergütung für diese erste Beratung nicht mehr als 190,00 € zuzüglich Umsatzsteuer betragen.

Die Kosten der Erstberatung werden mit den Kosten für weitere Tätigkeiten in derselben Angelegenheit verrechnet.

Vergütung nach RVG

Kennzeichnend für das RVG ist der Grundsatz der Pauschalabgeltung, so dass die Gebühren grundsätzlich die gesamte Tätigkeit des Rechtsanwalts vom Auftrag bis zur Erledigung der Angelegenheit entgelten – und zwar völlig unabhängig vom Umfang des Arbeitsaufwands. Eine weitere Gebühr entsteht nur dann, wenn dieses ausdrücklich bestimmt ist.

Für die Berechnung der Vergütung ist zudem der Gegenstandswert oder Streitwert maßgeblich. Dieser Wert richtet sich dabei entweder unmittelbar nach den finanziellen Ansprüchen, die umstritten sind, oder aber danach, welchen wirtschaftlichen Wert ein Streit haben könnte. Zur Bestimmung der konkreten Vergütung sieht das RVG eine Gebührentabelle vor.

Auszug aus der Gebührentabelle (Anlage 2 zu § 13 Abs. 1 RVG)

Gegenstandswert in € bis 1,0 Gebühr in € Gegenstandswert in € bis 1,0 Gebühr in €
2.000,00 133,00 25.000,00 686,00
3.000,00 189,00 50.000,00 1.046,00
4.000,00 245,00 80.000,00 1.200,00
5.000,00 301,00 95.000,00 1.277,00
6.000,00 338,00 155.000,00 1.585,00
7.000,00 375,00 200.000,00 1.816,00
8.000,00 412,00 350.000,00 2.406,00
9.000,00 449,00 410.000,00 2.642,00
10.000,00 486,00 500.000,00 2.996,00

 

Eine vollständige Gebührentabelle finden Sie auf den Seiten der Bundesrechtsanwaltskammer.

Die Höhe der Gebühren steigt dabei mit dem Gegenstandswert der anwaltlichen Tätigkeit degressiv. Mit anderen Worten: Je höher der Gegenstandswert ist, umso weniger erhöht sich der maßgebliche Gebührenbetrag.

Beispiel
Ein Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt von 2.600,00 € wird von seinem Arbeitgeber gekündigt. Bei der anschließenden Kündigungsschutzklage kommt es in einem Termin zu einem Vergleich zwischen den Parteien. Hierdurch sind folgende Gebühren entstanden:

 

.

1,3 Verfahrensgebühr (Streitwert von 3*2.600,00=7.800,00 €) 

535,60

1,2 Terminsgebühr

494,40

1,0 Vergleichsgebühr 

412,00

Auslagenpauschale 

     20,00

19 % Umsatzsteuer

   277,78

Summe 

1.739,78

….

Im Rahmen einer außergerichtlichen Tätigkeit entstandene Gebühren werden auf diese Gebühren – zumindest teilweise – angerechnet.

Vergütungsvereinbarung

Die Höhe der Vergütung hängt von der konkreten Ausgestaltung der Vergütungsvereinbarung ab. Bei der Vereinbarung eines Stundensatzes erfolgt die Vergütung nach dem tatsächlich angefallenen Zeitaufwand. Die Höhe des Stundensatzes variiert dabei je nach Schwierigkeit der Angelegenheit und dem Umfang der Tätigkeit und wird für jedes Mandat gesondert mit dem Mandanten ausgehandelt.

Wichtig ist dabei jedoch, dass für ein gerichtliches Verfahren keine niedrigere als die unter 2.1. dargestellte gesetzliche Vergütung vereinbart werden darf.

Kostenerstattung

Grundsätzlich gilt, dass in einem Gerichtsverfahren der Verlierer auch die Kosten des Siegers zu zahlen hat. Mit anderen Worten: Der Gewinner zahlt nichts. Hier sind jedoch zwei wichtige Einschränkungen zu beachten:

Zunächst hat der Verlierer dem Gewinner nur die gesetzlichen Gebühren zu erstatten. Hat der Gewinner daher eine über diese gesetzlichen Gebühren hinausgehende Vergütung mit seinem Rechtsanwalt vereinbart, so muss er die Differenz zwischen den gesetzlichen Gebühren und den vereinbarten Gebühren selbst tragen.

Eine weitere Einschränkung gilt nach § 12 a ArbGG für das erstinstanzliche arbeitsgerichtliche Verfahren. Dort besteht kein Anspruch des Gewinners auf Entschädigung wegen Zeitversäumnis und auf Erstattung der Kosten für die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts.

Rechtsschutz

Soweit eine Rechtsschutzversicherung vorliegt, werden wir eine Deckungsanfrage bei der Versicherung stellen. Soweit die Versicherung eine solche Kostendeckung zugesagt hat, ist jedoch auch hier zu beachten, dass die Übernahme von Kosten anwaltlicher Inanspruchnahme in der Regel auf die gesetzliche Vergütung beschränkt ist und daher die vereinbarte Vergütung unter Umständen nicht vollständig übernommen wird.

Steuerrecht

Eine verbindliche Aussage hierzu lassen Sie sich bitte von Ihrem Steuerberater geben. Gerade im Bereich des Arbeitsrechts ist es jedoch grundsätzlich möglich, dass die im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis entstandenen Anwaltsgebühren steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden können.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch selbstverständlich gerne zur Verfügung.